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Nach dem sehr guten Werbejahr 2000 ist im laufenden Jahr in der gesamten Medienwirtschaft erhebliche Ernüchterung eingekehrt.
2000 konnten die Zeitungen vor allen Dingen in Westdeutschland vom Boom in der New Economy, den Börsengängen von Start-up-Unternehmen, der allgemeinen Börsenkonjunktur oder dem starken Wettbewerb im Bereich der Telekommunikation und Stromwirtschaft profitieren. Im laufenden Geschäftsjahr gibt es jedoch zum einen keine derartigen außergewöhnlichen Werbeaktivitäten, zum anderen ist auch das normale Anzeigenaufkommen wegen der gegen Null tendierenden konjunkturellen Entwicklung rückläufig. Besonders unerfreulich ist die aktuelle Situation in Ostdeutschland. Im Anzeigengeschäft der Zeitungen wie auch in der Auflagenentwicklung spiegelt sich hier die schwache wirtschaftliche Lage in den neuen Bundesländern wider.
Die allgemeine wirtschaftliche Lage sowie die Entwicklung in der New Economy spiegelt sich zwangsläufig im Online-Geschäft der Verlage wider. Dabei ist aber das Interesse der Zeitungen an diesem zusätzlichen Vertriebskanal ungebrochen: Immerhin 390 unterschiedliche Online-Angebote deutscher Zeitungen sind im August 2001 im Internet verfügbar. Selbst regionale Verlage verzeichnen mittlerweile pro Monat mehrere Millionen Seitenabrufe. Die Nutzung der Zeitungsangebote hat sich innerhalb eines Jahres im Schnitt verdoppelt. Allerdings stehen den Investitionen in Online-Projekte bei den Zeitungsverlagen - ebenso wie in der übrigen Medienwirtschaft auch - vergleichsweise geringe Erlöse gegenüber.
Mit dem vorliegenden Jahrbuch "Zeitungen", das im 15. Jahr erscheint, dokumentiert der BDZV einmal mehr diese Entwicklungen. Darüber hinaus bietet das Buch zahlreiche Fachaufsätze zu einem breit gefächerten Themenspektrum, die Jahreschronik des Verbands sowie Statistiken, Tabellen und Grafiken, die den Nutzwert der Publikation erhöhen. Wie ihre Vorgänger erhebt auch diese Ausgabe den Anspruch, all denen zu dienen, die sich mit den Zeitungen in Deutschland auseinandersetzen wollen. Dabei soll "Zeitungen 2001" als umfassende Informationsquelle zu wichtigen Einzelthemen ebenso wertvolle Hilfe leisten wie als Nachschlagewerk und Service-Instrument für den Medienalltag.
Über Zeitungen und ihre Verbreitung, über neue Märkte und neue Leser berichten im aktuellen Jahrbuch: Dieter Keller, Gernot Facius, Christian Eggert, Rüdiger Schulz, Ursula Ernst-Flaskamp, Lutz Tillmanns, Hans Schiemann, Klaus von Prümmer, Thomas Breyer-Mayländer/Joachim Donnerstag, Katja Riefler, Christoph Nogly, Wolfram Weimer, Michael Haller, Thomas Lünendonk, Annette Milz, Burkhard Schaffeld, Ricarda Veigel, Silke Wolff, Anja Pasquay und Christian Resing
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